Mit dem Toleranzpatent im Jahre 1781 unter Kaiser Joseph II. war es möglich, neben katholischen auch evangelische Schulen zu errichten. So kam es bereits 1794 zur Gründung der ersten evangelischen Schule in Wien, die ab 1861 im von Theophil v. Hansen am Karlsplatz errichteten Gebäude untergebracht wurde.

Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde sie wie alle kirchlichen Schulen säkularisiert und in weiterer Folge als Kaserne zweckentfremdet. In den letzten Kriegstagen brannte das Haus vollständig aus.

Ab 1951 erfolgte der Wiederaufbau unter Mithilfe von amerikanischen Wehrdienstverweigerern sowie freiwilligen Helfern aus zahlreichen Ländern. Kurz nach der Jahrtausendwende erfolgte eine Generalsanierung des Hauses (Brandschutz, Barrierefreiheit,…).

Mit der Novellierung des Privatschulgesetzes im Jahr 1962 erhielt unser Standort das Öffentlichkeitsrecht.

Seit Bestehen unserer Schule wurde einerseits auf tiefgreifende Änderungen in unserer Gesellschaft wie z.B. den steigenden Einfluss moderner Technologien reagiert und andererseits die Tradition der engen Zusammenarbeit und Verbundenheit von Lehrer*innen, Schüler*innen und Eltern hochgehalten (Wertschätzung jedes einzelnen Kindes, Feste feiern, Wertevermittlung).